Zusammenfassung
- Die 6D von 2012 ist gebraucht zwischen 350 und 500 Euro zu finden, die 6D Mark II von 2017 zwischen 550 und 750 Euro: Der tatsächliche Unterschied beträgt etwa 200 Euro, nicht eine ganze Generation.
- Der Sensor der 6D Mark II hat 26 Megapixel gegenüber 20 bei der 6D, verliert aber bei ISO 100 im Vergleich zur ersten Serie etwa 1 Blende Dynamikumfang.
- Der Autofokus wechselt von 11 Punkten (nur 1 Kreuzsensor) auf 45 Punkte, alle Kreuzsensoren: Das ist der eigentliche Generationensprung, zusammen mit dem drehbaren Touchscreen und dem Dual Pixel AF im Live-View.
- Beide haben einen Verschluss mit einer Nennlebensdauer von 100.000 Auslösungen: Unter 50.000 zertifizierten Auslösungen hat das Kameragehäuse noch die Hälfte seiner Lebensdauer vor sich.
Am Tresen stellt man fast jede Woche dieselbe Frage: Habe ich 600 Euro, nehme ich eine 6D mit einem Objektiv oder investiere ich alles in eine 6D Mark II? Es sind zwei Kameras, die den Namen, das Format und die Philosophie teilen, aber in der Praxis unterschiedliche Probleme lösen. Und die falsche Wahl zahlt man jahrelang, denn der Canon Full-Frame-Reflex ist ein System, auf dem sich später EF-Objektive ansammeln.
In diesem Artikel vergleichen wir die beiden Kameragehäuse so, wie wir sie im Labor sehen: Sensor, Autofokus, Ergonomie, wiederkehrende Mängel und was Sie vor dem Kauf prüfen sollten. Keine absoluten Ranglisten. Am Ende sollten Sie wissen, welches der beiden für Ihren Fotostil sinnvoll ist und in welchen Fällen es sich lohnt, anderswo hinzuschauen.
Die beiden Kameras in zwei Zeilen: Was sie wirklich sind
Zwischen der Canon 6D und der 6D Mark II liegen fünf Jahre, aber auf dem Gebrauchtmarkt nur etwa 200 Euro. Das ist ein Fakt, der sich für den gesamten Artikel lohnt, im Hinterkopf zu behalten, denn er widerlegt die gängigste Annahme: dass die Mark II die 6D nur besser gemacht ist. Sie ist die 6D anders gemacht, mit einer Liste echter Verbesserungen und mindestens einem dokumentierten Rückschritt.
Canon 6D (2012): Das Vollformat, das den Markt eröffnet hat
Im Jahr 2012 war die 6D die erschwinglichste Vollformat-Kamera von Canon, die je im Sortiment war: Sie kostete deutlich weniger als die gerade erschienene 5D Mark III und die noch im Verkauf befindliche 5D Mark II. 20,2-Megapixel-Sensor, nativer ISO-Bereich von 100-25600, 11 AF-Punkte, 4,5 Bilder pro Sekunde, 770 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte: Auf dem Papier war selbst damals nichts Außergewöhnliches dabei.
Der Grund, warum sie 2026 noch relevant ist, liegt woanders. Die Dateien sind sauber und der Dynamikumfang bei niedrigen ISO-Werten hält dem Vergleich mit viel neueren Kameragehäusen stand. Der zentrale AF-Punkt ist empfindlich bis -3 EV, ein Rekord zum Zeitpunkt des Verkaufsstarts: Das bedeutet, die Fokussierung in einer Kirche am Ende einer Zeremonie oder auf einen hellen Stern ohne Taschenlampe zu sichern. Wer Landschafts-, Astro- oder Hochzeitsfotografie unter schwierigen Bedingungen betreibt, hat sie genau dafür gekauft, nicht wegen der Megapixel. Wenn Sie das vollständige Bild zum Modell interessiert, haben wir es im detaillierten Beitrag zur gebrauchten 6D als Full-Frame-Einstiegsmodell besprochen.
Canon 6D Mark II (2017): das umstrittene Upgrade
Die Mark II kommt mit 26,2 Megapixeln, DIGIC-7-Prozessor, 45 Kreuz-AF-Punkten, 6,5 B/s, vollständig artikulierbarem Touchscreen und Dual Pixel AF im Live-View. In puncto Bedienung ist sie ein anderes Kameragehäuse: Das AF-Modul wurde aus der 80D-Serie übernommen, und im Live-View wird die Fokussierung flüssig statt ruckelnd.
Das Problem ist, dass die Fachpresse bei der Vorstellung eine bei niedrigen ISO-Werten niedrigere Dynamikreichweite gemessen hat als bei der 6D von 2012. Dazu kommt das Fehlen von 4K im Jahr 2017, als selbst Kompaktkameras diese Funktion boten, sowie das Full HD mit Crop. Es ist keine Marketingfrage: Es ist eine Kamera, die in jeder Hinsicht besser ist, nur nicht in der Qualität der Basisdatei.
| Canon 6D | Canon 6D Mark II | |
|---|---|---|
| Jahr | 2012 | 2017 |
| Sensor | 20,2 MP | 26,2 MP |
| AF-Punkte | 11 (1 Kreuz) | 45 (alle Kreuz) |
| Serienbildergeschwindigkeit | 4,5 fps | 6,5 fps |
| Display | Fix, nicht touch | Touch, schwenkbar |
| Video | Full HD | Full HD mit Crop |
| Gebrauchtpreis | 350-500 Euro | 550-750 Euro |
Der generationssprung liegt ganz in Ergonomie und Autofokus, nicht in der reinen Bildqualität. Wer auf einem Stativ mit stehenden Motiven arbeitet, hat kaum etwas davon; wer bewegte Motive verfolgt oder viel im Live-View arbeitet, hat einen konkreten Grund, 200 Euro mehr auszugeben.
Sensor und Bildqualität: Wo die Mark II verliert
Fünf Jahre Unterschied zwischen den beiden Sensoren, und der ältere führt in einem Schlüsselparameter: etwa 1 Stop mehr Dynamikumfang bei ISO 100. Ab ISO 3200 dreht sich die Situation um, und der DIGIC 7 holt auf, aber die meisten, die eine Einsteiger-Fullframe-Kamera kaufen, fotografieren bei niedrigen ISO-Werten auf dem Stativ.
Was sich wirklich ändert, wenn man die Schatten in der Nachbearbeitung zurückholt
Die Dynamikumfang zeigt sich im Feld in einer einzigen Sache: Wie weit Sie die Schatten anheben können, bevor das Bild verschmutzt. Konkrete Szene: Landschaft im Gegenlicht, Belichtung auf die Lichter einstellen, um den Himmel nicht zu überbelichten, der Vordergrund bleibt dunkel. Öffnen Sie die Datei in Lightroom und heben Sie die Schatten an.
- 6D, ISO 100: +3 Stufen in den Schatten bleiben sauber, bei +4 tritt ein feines, aber beherrschbares Korn auf.
- 6D Mark II, ISO 100: bereits ab ca. +2,5/3 Stufen treten horizontales Banding und Farbrauschen in den dunklen Bereichen auf.
- Beide, ISO 3200-12800: Die Mark II bleibt sauberer und weist in den Schatten eine stabilere Farbwiedergabe auf.
Wer Landschaft, Architektur, Interieurs mit Fenstern im Bild oder Astrofotografie fotografiert, sieht diesen Unterschied in jeder Datei. Wer Porträts mit kontrolliertem Licht, Zeremonien mit Blitz oder Still Life im Studio fotografiert, trifft ihn nie, da er von Anfang an korrekt belichtet und nichts nachkorrigieren muss.
Megapixel: wann 26 ausreichen und wann nicht
Die 6D erzeugt Dateien mit 5472x3648 Pixeln, die Mark II mit 6240x4160. Auf der langen Seite sind das 768 Pixel mehr, etwa 14 %. Im Druck fällt das nicht auf: Beide schaffen ein 50x70 ohne Interpolation und ohne Diskussionen.
Der Unterschied zeigt sich erst beim Zuschneiden. Ein Crop von 30 % auf der langen Seite lässt auf der Mark II etwa 12 MP nutzbar, gegenüber 9,8 MP bei der 6D. Das ist relevant für Natur- oder Vogelfotografen, die mit einem kurzen Teleobjektiv arbeiten – ein 300mm, wo 500mm nötig wären – und systematisch nachträglich zuschneiden. Außer in diesem Fall sind die zusätzlichen 6 MP nur eine Zahl im Datenblatt, die Platz auf der SD-Karte belegt.
Autofokus: der wahre Grund, 200 Euro mehr zu zahlen
Elf Punkte gegen fünfundvierzig. Aber die Zahl, auf die es ankommt, ist nicht diese: Bei der 6D ist nur ein Punkt Kreuzsensor, der zentrale. Die anderen zehn messen den Kontrast nur auf einer Achse und geraten bei Motiven mit ausgeprägten horizontalen Linien – dem Horizont des Meeres, einem Geländer, der Kante eines Hemdes – in eine Sackgasse. Bei der 6D Mark II sind alle 45 Punkte Kreuzsensoren und decken ein deutlich größeres Rechteck ab als der Sucher.
Das ist der Unterschied, der die 200 Euro Differenz rechtfertigt. Nicht die Megapixel, nicht der DIGIC 7.
Fokus und Neuorientierung: Warum Sie mit der 6D dies häufig tun werden
Bei der 6D fehlt Ihnen, sobald das Motiv den mittleren Messpunkt verlässt, ein Kreuz im Sucher. Sie müssen also mit dem mittleren Punkt fokussieren, den Fokus sperren und neu komponieren. Das ist eine Technik, die seit dreißig Jahren funktioniert, aber ein präzises geometrisches Limit hat: Dreht man die Kamera, bleibt die Fokusebene senkrecht zur optischen Achse, und das Motiv rutscht aus dieser Ebene.
Wie wichtig das ist, hängt von Blende und Distanz ab:
- 85mm f/1.4 bei 1,5 Metern, Porträt: Schärfentiefe von wenigen Zentimetern. Eine Drehung von 15 Grad, um das Auge auf die obere Drittellinie zu bringen, verschiebt die Focusebene so stark, dass das Ohr scharf wird statt der Iris. Fehler, der bei 100 % sichtbar ist, oft auch im 30x40-Druck.
- 50mm f/1.8 bei 3 Metern: großzügigerer Spielraum, der Fehler ist vorhanden, wird aber in der Regel absorbiert.
- 24mm f/8, Landschaft: irrelevant. Die Schärfentiefe deckt alles ab, und ohnehin fokussiert man auf die hyperfokale Distanz.
Wenn Sie mit f/5.6 oder kleiner Blende arbeiten, werden Sie von den 11 Messfeldern der 6D kaum eingeschränkt. Wenn Ihr Hauptobjektiv ein 85mm f/1.8 oder ein 50mm f/1.4 ist und Sie Porträts fotografieren, spart Ihnen die Mark II bei jedem Shooting unnötige Aufnahmen. Dasselbe gilt für Kinder und Hunde: Die 45 Kreuz-Messfelder verfolgen ein sich bewegendes Motiv, die 11 zentral gruppierten Messfelder nicht.
Dual Pixel AF im Live-View und im Video
Hier ist der Sprung noch deutlicher, denn er ist nicht graduell: Es handelt sich um eine andere Technologie. Die 6D fokussiert im Live-View per Kontrasterkennung – das Objektiv sucht vor und zurück nach dem Schärfepeak, was gut zwei Sekunden dauert, oft mit einem letzten kleinen Nachjustieren. Für Video ist sie unbrauchbar: Man fokussiert einfach manuell.
Die 6D Mark II nutzt den Dual Pixel CMOS AF: Jeder Fotosite ist in zwei geteilt, der Sensor führt die Phasendetektion direkt im Live-View durch. Die Fokussierung ist sofort und kontinuierlich, und im Video folgt sie dem Motiv, ohne zu suchen. Das ändert drei konkrete Situationen: Der Auslöser auf dem Stativ mit geöffnetem Bildschirm, das Makro und jede Videoaufnahme, auch gelegentlich.
Wenn Sie auch nur Familiengeburtstage filmen, entscheidet allein dieser Punkt über den Vergleich.
Ergonomie, Display und Feldeinsatz
Nehmen Sie die beiden Kameras mit geschlossenen Augen in die Hand und Sie können sie nicht unterscheiden. Gleiche kompakte Kameragehäuse, gleicher tiefer Griff, 770 Gramm bei der 6D und 765 Gramm bei der Mark II inklusive Akku und Speicherkarte. Der Unterschied wird spürbar, wenn Sie das Auge vom Sucher nehmen: Bei der 6D müssen Sie sich hinknien, bei der Mark II nicht.
Der Bildschirm ist das gleiche 3-Zoll-Panel mit 1,04 Millionen Punkten, ist bei der 6D jedoch am Kameragehäuse befestigt und nicht berührungsempfindlich. Bei der Mark II ist er über ein seitliches Gelenk schwenkbar und reagiert auf Berührungen. Es handelt sich nicht um ein ästhetisches Detail: Es verändert die Arbeitsweise in drei konkreten Situationen.
- Makro- und Stilllife-Fotografie auf Stativ: Mit der 6D fokussierst du im Live-View, indem du mit den Tasten auf 10x zoomst, bei der Mark II tippst du den Punkt auf dem Display an und der Dual Pixel übernimmt den Rest. Bei einer Blume in 15 Zentimetern Entfernung werden Sekunden zu gelungenen Auslösungen.
- Aufnahmen von unten oder über der Menge: Mit der Mark II kannst du über das drehbare Display komponieren. Mit der 6D fotografierst du blind und korrigierst danach.
- Video allein und Vloggen: Das nach vorne drehbare Display ist der einzige Weg, die Bildkomposition zu kontrollieren, während du sprichst. Bei der 6D ist dies ohne externen Monitor unmöglich.
Batterie und Wetterfestigkeit sind dagegen ein Gleichstand. Beide verwenden austauschbare LP-E6- und LP-E6N-Akkus, mit etwa 1.100 zertifizierten Auslösungen CIPA auf der 6D und 1.200 auf der Mark II: Zwei Akkus in der Tasche decken eine komplette Hochzeit ab. Die Tropenfestigkeit ist bei beiden vorhanden, aber leicht: Sie schützen vor feinem Regen und Staub, nicht vor einem Platzregen. Wer bei echtem Regen arbeitet, behält eine Plastiktüte über dem Kameragehäuse, wie es immer schon gemacht wurde.
Der einzelne Slot: die Grenze, die beide verbindet
Weder die 6D noch die 6D Mark II verfügen über einen doppelten Kartenslot. Korruptiert eine Karte, ist die Datei des ersten Tanzes weg und kein Recovery hilft weiter. Für die professionelle Hochzeitsfotografie ist dies ein Risiko, das nur mit Disziplin zu managen ist: neue Karten, die alle 18-24 Monate ausgetauscht werden, Formatierung in der Kamera vor jedem Job und Backup auf zwei Festplatten, sobald man zurück ist. Wenn der doppelte Kartenslot für dich wirklich als vertragliche Garantie dient, ist die richtige Wahl keine der beiden: Es ist die gebrauchte Canon 5D Mark III, die CF- und SD-Karten nebeneinander bietet und eine Abdichtung auf einem anderen Niveau.
Konnektivität: GPS und WiFi bei beiden, Bluetooth nur bei der Mark II
GPS und WiFi sind bei beiden Modellen integriert. Der GPS-Empfänger schreibt die Koordinaten in die EXIF-Daten und ist auf Reisen praktisch. Beachten Sie jedoch: Wenn er dauerhaft aktiviert ist, sucht er auch bei ausgeschalteter Kamera nach Satelliten und entlädt den Akku innerhalb weniger Tage. Aktivieren Sie ihn nur bei Bedarf und lassen Sie ihn nicht dauerhaft eingeschaltet.
Die Mark II fügt Bluetooth Low Energy hinzu, das eine stets aktive Verbindung zum Smartphone aufrechterhält. In der Praxis übertragen Sie ein JPEG auf das Telefon, ohne das Pairing jedes Mal neu durchführen zu müssen. Bei der 6D funktioniert das WLAN, aber die Verbindung muss bei jeder Sitzung manuell hergestellt werden – eine echte Belästigung, wenn Sie während des Events veröffentlichen.
Reale Preise für Gebrauchtgeräte und der aktuelle Wert der beiden Kameragehäuse
Auf dem Gebrauchtmarkt liegt der Preis für das Kameragehäuse der 6D zwischen 350 und 500 Euro, für die 6D Mark II zwischen 550 und 750 Euro. Die Preisspanne hängt fast ausschließlich von zwei Variablen ab: zertifizierte Auslösungen und optischer Zustand. Eine 6D mit 80.000 Auslösungen und abgenutzten Gummigriffen kostet 350 Euro; ein Exemplar mit 20.000 Auslösungen, Originalverpackung und zwei Akkus erreicht problemlos 500 Euro.
| Kameragehäuse | Gebraucht-Kategorie | Was den Preis beeinflusst |
|---|---|---|
| Canon 6D (2012) | 350-500 Euro | Unter 30.000 Auslösungen liegt der Preis oben, über 70.000 Auslösungen sinkt er |
| Canon 6D Mark II (2017) | 550-750 Euro | Ein Display ohne Kratzer und ein wenig genutztes Gehäuse wiegen schwerer als die Auslösungen |
Die versteckte Kosten: EF-Objektive
Das Kameragehäuse ist der wirtschaftliche Teil des Systems. Wer mit der Vorstellung kommt, 400 Euro auszugeben, verlässt den Laden fast immer mit einem doppelten Budget, denn eine Vollformatkamera ohne anständige Objektive ist nur ein Briefbeschwerer. Hier ist, was ein sinnvoltes gebrauchtes EF-Set heute kostet:
- Canon EF 24-105mm f/4 L IS USM: 350-450 Euro gebraucht. Der natürliche Allrounder-Zoom für diese Kameragehäuse, stabilisiert und solide verarbeitet.
- Canon EF 50mm f/1.8 STM: 90-110 Euro. Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, leiser Autofokus, ideal für Ambient-Porträts.
- Canon EF 85mm f/1.8 USM: 250-300 Euro. Der reine Porträt-Objektiv, extrem schneller Autofokus, saubere Unschärfe.
Das Kameragehäuse der 6D plus 24-105 f/4 L plus 50mm f/1.8 bedeutet etwa 900-1000 Euro. Mit der Mark II liegt man bei 1100-1200. Das ist die Zahl, die man im Kopf behalten sollte, wenn man mit jeder anderen Lösung vergleicht, nicht die 350 Euro für das Gehäuse allein.
Wenn Sie von Null beginnen, werfen Sie auch einen Blick auf die EOS RP
Wenn Sie bereits über EF-Objektive verfügen, stellt die Canon EOS RP beide Spiegelreflexkameras in Frage. Vollformat mit 26 Megapixeln, 485 Gramm, elektronischer Sucher, Dual Pixel AF über den gesamten Sucherbereich. Zum Marktstart lag der Listenpreis über 1000 Euro: Bei uns startet sie heute bei 540 Euro, mit 7 verfügbaren Einheiten. Mit dem EF-RF-Adapter lassen sich alle Spiegelreflex-Objektive ohne Qualitätsverlust verwenden, sodass Sie nicht von der EF-Gebrauchtware ausgeschlossen sind.
Die Einschränkungen sind real und müssen angesprochen werden: Der Akku LP-E17 bietet nur eine moderate Laufzeit, die Serienbildgeschwindigkeit ist langsam und der Griff ist für Personen mit großen Händen klein. Wenn Sie Sport fotografieren oder 500 Auslösungen ohne Batteriewechsel benötigen, bleibt die 6D Mark II im Feld robuster.
Wer hingegen in das RF-System einsteigen und dabei so wenig wie möglich ausgeben möchte und APS-C akzeptiert, findet die Canon EOS R100 für 375 Euro mit 8 Einheiten auf Lager: Sie ist zwar kein Full Frame, aber der günstigste Einstieg in das RF-Bajonett.
Was Sie vor dem Kauf einer gebrauchten 6D oder 6D Mark II prüfen sollten
Auf einer Vollformatkamera von vor zehn oder vierzehn Jahren zählt nicht die Megapixelzahl, sondern die Auslösezahl, gelesen im Zusammenhang mit dem physischen Zustand des Kameragehäuses. Ein privater Verkäufer, der Ihnen im Jahr 2026 nicht sagen kann, wie viele Auslöseungen die Kamera hat, sagt Ihnen damit etwas. Hier ist die Checkliste, die wir am Tresen verwenden, wenn eine 6D oder eine 6D Mark II zur Inzahlungnahme eingebracht wird.
Die Auslösezahl und was sie wirklich bedeutet
Canon gibt die Lebensdauer des Verschlusses für beide Kameragehäuse mit 100.000 Auslösungen an. Es handelt sich nicht um eine Ablaufdatum, sondern um die Schwelle, ab der die im Labor gemessene Ausfallrate steigt. Wir haben 6D-Modelle gesehen, die über 180.000 Auslösungen ohne einen einzigen Fehlschuss lieferten, und andere, die bereits bei 70.000 Auslösungen ausfielen. Die Angabe ist eine Statistik, kein Countdown.
| Auslöser | Wie wir es lesen | Auswirkung auf den Preis |
|---|---|---|
| Unter 30.000 | Junges Gehäuse, Hobby-Nutzung | Oberes Preissegment |
| 30.000 - 60.000 | Normale Nutzung, keine Warnsignale | Durchschnittlicher Marktpreis |
| 60.000 - 80.000 | Reifes Gehäuse, noch entspannt | 10-15% Rabatt |
| Über 80.000 | Planen Sie den Verschlusswechsel ein | Ziehen Sie 250-350 Euro ab |
Die Auslösezahl muss immer mit dem optischen Zustand abgeglichen werden. Ein Kameragehäuse, das mit 20.000 zertifizierten Auslösungen angegeben wird, aber mit abgeplatzten Gummigriffen, abgenutzter Lackierung an den Kanten und einem glänzenden Bajonett daherkommt, lügt entweder oder hat einen Mainboard-Tausch erfahren, der den Zähler zurückgesetzt hat. In diesem Fall ist der faire Preis der eines Körpers mit 80.000 Auslösungen, nicht der eines mit 20.000.
Die wiederkehrenden Mängel, die wir im Labor sehen
Jedes Modell hat seine Schwächen, und bei diesen beiden wissen wir genau, worauf wir achten müssen.
- 6D — Schmutz auf dem Sensor. Die Ultraschall-Selbstreinigung ist schwach. Blende bei weißem Himmel auf f/16 zu und betrachte das Bild in 100 %: Wenn du dunkle Punkte siehst, ist eine Reinigung nötig. Es ist kein schwerer Defekt, aber es muss abgezogen werden.
- 6D — Gummiring des Speicherkartenfachs. Er löst sich ab oder verformt sich. Der Austausch ist günstig, aber wenn er ganz fehlt, besteht keine Regendichtigkeit mehr.
- 6D — Vom GPS ruinierte Batterie. Wer den GPS über Jahre aktiviert gelassen hat, hat die LP-E6 auch bei ausgeschalteter Kamera entladen. Prüfe, ob die Batterie mindestens 500 reale Auslösungen hält, sonst kalkule 60–80 Euro für eine neue.
- 6D Mark II — Scharnier des Displays. Nimm das geöffnete Display und bewege es: Es darf keinen seitlichen Spielraum haben und darf in keiner Position „weich“ bleiben.
- 6D Mark II — Flachkabel des Displays. Bei intensiver Nutzung des Gelenks verschleißt es. Drehe das Display in alle Positionen, während der Live-View aktiviert ist: Flackern oder kurzzeitiges Abschalten sind ein Signal, das man nicht ignorieren sollte.
Prüfen Sie bei beiden anschließend das Bajonett (greifen Sie das montierte Objektiv und versuchen Sie es zu bewegen: Es darf kein Spiel haben), alle AF-Punkte einzeln im manuellen Auswahlmodus, den Back-/Front-Fokus mit einem um 45 Grad geneigten Ziel, die heißen Pixel mit einem 30-Sekunden-Scatt bei geschlossener Blende sowie die Batteriekontakte auf grüne Oxidationsspuren.
Für wen die 6D und für wen die 6D Mark II geeignet ist
Nach zehn Jahren am Tresen lässt sich das Profil der Kunden, die fragen „Welche von den beiden?“, auf vier wiederkehrende Fälle reduzieren. Es gibt keine bessere Kamera: Es gibt eine Kamera, die weniger Geld verschwendet, je nachdem, was Sie tatsächlich fotografieren.
| Wenn du fotografierst... | Empfohlenes Kameragehäuse | Warum |
|---|---|---|
| Landschaft und Astrofotografie auf Stativ | 6D | Ein ISO 100 mit mehr Schattenabdeckung und kein Bedarf an schnellem AF. Die gesparten 200 Euro fließen in ein Objektiv |
| Porträt bei f/1.4-f/1.8, Kinder, Tiere | 6D Mark II | 45 Kreuzsensoren über das gesamte Bildfeld: Komposition dort, wo es nötig ist, ohne nachjustieren zu müssen |
| Video, Aufnahmen aus der Tiefe, viel Live-View | 6D Mark II | Dual Pixel AF und schwenkbarer Bildschirm, keine Diskussion |
| Gesamtbudget unter 700 Euro, Objektiv inklusive | 6D | Gehäuse für 400-450 Euro plus ein 50mm f/1.8 STM für etwa 100: ein komplettes System, das Auslösungen liefert |
Der häufigste Fall ist der vierte. Wer mit 700 Euro Gesamtbudget kommt und die Mark II kauft, bleibt ohne anständiges Objektiv und montiert ein müdes 24-105, das die 26 Megapixel zunichtemacht. Ein Kameragehäuse aus dem Jahr 2012 mit einem lichtstarken Festbrennweitenobjektiv vor der Linse macht bessere Fotos als ein Kameragehäuse aus dem Jahr 2017 mit einem mittelmäßigen Allrounder. Wenn diese Logik Sie überzeugt, ist die Argumentation dieselbe wie bei Nikon: Sie finden sie in Nikon D700 vs D750 gebraucht.
Die Fälle, in denen keine der beiden die richtige Antwort ist
Es gibt Anfragen, bei denen der Verkauf einer 6D bedeutet, das Problem zu verkaufen, nicht die Lösung.
- Sport und schnelle Action. Hier sind echte Serienbildraten und Tracking gefragt. Selbst die 45 Messpunkte der Mark II können einen frontal anrollenden Radfahrer bei 6,5 fps nicht zuverlässig verfolgen. Schauen Sie sich eine 7D Mark II oder eine aktuelle mirrorless an.
- Seriöses Video. Keines der beiden Geräte nimmt verwertbares 4K auf. Die Fujifilm X-H1 für 650 Euro bietet Sensorstabilisierung, F-Log und echtes 4K: Für Filmer ist das eine andere Liga.
- Kein EF-Objektiv im Haus und Wunsch nach Leichtigkeit. Wenn Sie bei null anfangen, bleiben die Nikon Z50 Mark II für 625 Euro oder die Sony a6500 für 600 Euro mit Akku unter 600 Gramm (550 g bei der Nikon, 453 g bei der Sony) und fokussieren besser als beide Spiegelreflexkameras.
- Für alle, die Vollformat für andere Lösungen suchen. Der Sensorformatwechsel rettet keine schlechte Komposition und kein flaches Licht. Wenn Ihre APS-C-Sensoren Ihnen nur bei Porträts zu eng sind, reicht oft ein 56mm f/1.2 oder ein lichtstarkes 85mm, statt eines neuen Kameragehäuses.
Gebrauchte Vollformat-Alternativen in derselben Preisklasse
Im Gewohnheit beim Canon-Duopol zu bleiben, kostet mehr, als es scheint. In der Preisklasse von 350–750 Euro bietet der Gebrauchtmarkt mindestens drei Vollformat-Kameragehäuse, die einen ehrlichen Vergleich verdienen, und zwei davon sind Nikon.
Die Nikon D610 von 2013 liegt preislich zwischen 400 und 550 Euro. Der 24-Megapixel-Sensor bietet eine höhere Dynamik als beide Canon-Modelle: Schattenretusche bei ISO 100 ohne Banding – genau dort, wo die 6D Mark II an ihre Grenzen stößt. Das 39-Punkte-AF-System deckt eine größere Fläche ab als die 11 Punkte der 6D. Wir haben dies im Artikel zur gebrauchten Nikon D610 im Detail besprochen.
Die Nikon D750 liegt zwischen 650 und 850 Euro, also über der 6D Mark II. Sie verfügt über 51 AF-Punkte, einen schwenkbaren Bildschirm und vor allem über doppelte SD-Slots: Wenn Sie Hochzeiten fotografieren, ist es das einzige Kameragehäuse in dieser Liste, das Ihnen ermöglicht, parallel auf zwei Karten zu schreiben. Keines der beiden Canon-Modelle kann das.
Sony A7 prima serie: full frame a 400 euro, mit Einschränkungen
Wir haben heute eine Sony A7 für 400 Euro, überholt und mit 2 Jahren Garantie. Es ist der niedrigste Einstiegspreis für Full Frame, den es gibt, und es lohnt sich zu verstehen, was genau darin enthalten ist.
Was Sie erhalten: 24-Megapixel-Sensor, elektronischer Sucher mit Live-View-Exposition, Kameragehäuse mit 474 Gramm und ein kurzer Fluchtpunkt, der praktisch jede manuelle Optik über einen Adapter akzeptiert – Nikon AI, M42, Contax Zeiss, Canon FD.
Was Sie verlieren – und das ist nicht wenig:
- Langsamer Autofokus: Hybrid-System der ersten Generation, unbrauchbar für bewegte Objekte. Im Vergleich zu den 45 Punkten der 6D Mark II ist es chancenlos.
- Batterie NP-FW50: ca. 300 zertifizierte Auslösungen. Man braucht 3 Batterien für einen Tag, im Gegensatz zu den über 1.000 deklarierten Auslösungen bei Canon mit LP-E6.
- Lauter Verschluss: Das „Klack" der ersten A7 gehört zu den lautesten, die je in einer Mirrorless verbaut wurden. In der Kirche oder im Theater ist es zu hören.
- Ergonomie: Kurzer Griff, unübersichtliche Menüs, kleine Tasten. Mit einem montierten 70-200 ist das Gewicht falsch verteilt.
- Teure FE-Objektive: Das native Sony-Autofokus-Objektivangebot beginnt auch auf dem Gebrauchtmarkt bei hohen Preisen.
Der Faktor Objektivbestand: Die Variable, die alles entscheidet
Diese Frage stellen wir am Schalter immer, bevor wir etwas empfehlen: Wie viele Objektive haben Sie bereits?
| Ihre Situation | Was sinnvoll ist |
|---|---|
| 3-4 EF-Objektive bereits im Bestand | Bei Canon bleiben. Ein Systemwechsel kostet mehr als das Kameragehäuse |
| Nur das 50mm f/1.8 EF | Offene Wahl, die Bindung ist nur 100 Euro wert |
| Start von Null | Nikon und mirrorless ohne Vorurteile in Betracht ziehen |
Wenn Sie bereits ein 24-105, ein 50mm, ein 85mm und ein 70-200 in EF besitzen, bedeutet der Wechsel zu Sony, alles mit Verlust zu verkaufen oder mit Adaptern zu leben. Die Ersparnis am Kameragehäuse verschwindet mit dem ersten neu gekauften Objektiv. Wenn Sie hingegen bei null anfangen, ist die full frame Spiegelreflexkamera nicht automatisch der richtige Weg: Es lohnt sich, auch die mirrorless Kameras in Betracht zu ziehen, bevor Sie sich entscheiden.
Was wir im Labor an jeder 6D und 6D Mark II durchführen
Die Auslösezahl steht immer auf der Produktseite. Es ist keine Höflichkeitsgeste: Es ist der Wert, der entscheidet, ob ein Kameragehäuse 380 Euro oder 480 Euro wert ist, und es zu verbergen bedeutet, im Dunkeln zu verkaufen.
Jedes 6D und 6D Mark II, das bei uns eingeht, wird vor der Auslage am Prüfstand durchgeprüft. Das Verfahren ist für beide Kameragehäuse identisch, mit dem einzigen Unterschied bei der Anzahl der zu prüfenden AF-Punkte: 11 bei der ersten Serie, 45 bei der Mark II.
- Lettura del conteggio scatti da EXIF mit spezialisierter Software, nicht über das Menü der Kamera (Canon stellt dies nicht bereit). Die Zahl wird exakt so auf der Produktseite angegeben.
- Sensorreinigung nass, mit Kontrolle bei geschlossenem Blende auf einer einheitlichen Oberfläche, um Spuren sichtbar zu machen, die bei f/4 nicht zu sehen sind.
- Test aller AF-Punkte auf Ziel: Jeder Punkt wird einzeln angefasst. Bei der Mark II sind es 45 Prüfungen, und es kommt vor, dass man einen träge reagierenden Punkt am Rand findet.
- Prüfung von Back- und Frontfokus auf einer geneigten Skala, mit Referenzobjektiv. Falls nötig, wird die Abweichung notiert, statt sie stillschweigend über die Feineinstellung zu korrigieren.
- Passform des Bajonetts: Seitliches Spiel mit montiertem 24-70, Zustand der Schrauben, Dichtung des Bajonetts.
- Verschluss bei allen Geschwindigkeiten, von 30" bis 1/4000. Langsame Verschlussvorhänge verraten sich bei kurzen Belichtungszeiten, nicht bei langen.
- Akku unter Last: Ein aufgeblähter LP-E6N oder einer mit oxidierten Kontakten lässt die Kamera mitten im Betrieb abstürzen, auch wenn er im Ruhezustand 100 % anzeigt.
- Probefoto bei hohen ISO und Langzeitbelichtung mit aufgesetzter Objektivkappe, um heiße Pixel sichtbar zu machen. Bei Gehäusen aus dem Jahr 2012 mit vielen Stunden Astrofotografie in der Vergangenheit treten einige helle Punkte auf.
- Gummiteile und Oberflächen: Griff, Speicherkartenfach, Abdeckung der Anschlüsse. Dies ist der Teil, der zuerst abblättert, und der einzige, den wir ausdrücklich als verbraucht bezeichnen.
Was wir nicht tun, ist, ein Kameragehäuse aufzubereiten, das nicht wie neu aussieht. Wenn eine 6D 68.000 zertifizierte Auslösungen hat, eine markierte Prismenecke und ein sich lösender Daumenauflage-Gummi, steht sie im Schaufenster für 350 Euro mit allen Angaben. Wer sie kauft, weiß genau, was er nach Hause bringt.
Auf jedes gebrauchte Kameragehäuse, einschließlich 6D und 6D Mark II, geben wir 2 Jahre Garantie. Das ist der Grund, warum die Prüfung vor dem Verkauf und nicht danach erfolgt: Eine Kamera, die nach drei Monaten zurückkommt, kostet uns deutlich mehr als die Zeit, die wir am Tresen für die Prüfung aufwenden.
Häufig gestellte Fragen
Hat die Canon 6D Mark II tatsächlich eine schlechtere Dynamik als die 6D?
Bei ISO 100 ja, etwa einen Stop im Schatten-Abzug in der Nachbearbeitung. Unabhängige Messungen bestätigen dies, und in der Praxis zeigt sich der Unterschied, wenn die Schatten um mehr als 3 Stufen angehoben werden: Bei der Mark II tritt Banding früher auf. Ab ISO 3200 dreht sich der Vorteil aufgrund des DIGIC 7 um. Wenn Sie Landschaften mit starkem Kontrast fotografieren und viel in der Nachbearbeitung arbeiten, ist das ein reales Argument. Wenn Sie bei mittleren bis hohen ISO-Einstellungen Porträts, Events oder Reportagen machen, werden Sie den Unterschied nie bemerken.
Lohnt sich für 600 Euro eine 6D plus Objektiv oder nur das Kameragehäuse einer 6D Mark II?
In den meisten Fällen ist die erste Option die beste. Eine 6D mit 40.000 Auslösungen kostet etwa 400–450 Euro und lässt dir 150–200 Euro für ein gebrauchtes 50mm f/1.8 STM, was die Fotos deutlich mehr verbessert als 45 AF-Punkte. Die Mark II lohnt sich nur, wenn deine aktuelle Einschränkung wirklich die Fokussierung auf bewegte Objekte ist oder wenn du filmst.
Wie viele Auslösungen kann der Verschluss einer 6D vor dem Ausfall leisten?
Canon gibt für beide Modelle 100.000 Auslöserzyklen an, aber es handelt sich um einen statistischen Wert und nicht um eine Ablaufdatum. Wir sehen regelmäßig 6D mit über 180.000 zertifizierten Auslösungen, die einwandfrei funktionieren, sowie Einzelfälle von versagten Verschlüssen bei 70.000. Der Austausch kostet im Servicecenter zwischen 250 und 350 Euro: Über 80.000 Auslösungen sollte dieser Betrag in die Gesamtkosten des Kaufs einbezogen werden.
Kann die 6D Mark II in 4K aufnehmen?
Nein, es bleibt bei Full HD 60p. Es gibt einen 4K-Time-Lapse-Modus, aber das ist keine Videoaufnahme. Wenn Video in Ihrer Arbeit eine Rolle spielt, ist die 6D in beiden Fällen die falsche Wahl: Schauen Sie sich eine mirrorless an, auch eine Einsteiger-Modell, bei der 4K seit Jahren Standard ist.
Kann ich EF-S-Objektive auf einer 6D oder 6D Mark II verwenden?
Nein. Die EF-S-Objektive haben ein hinteres Element, das herausragt und die Gefahr birgt, gegen den Spiegel der Vollformatkamera zu stoßen. Nur EF-Objektive oder Objektive von Drittanbietern mit EF-Bajonett sind geeignet. Das ist die versteckte Kostenstelle für den Wechsel von APS-C auf Vollformat: Das Objektivportfolio muss oft neu aufgebaut werden.
Ist eine gebrauchte 6D oder eine gebrauchte Canon EOS RP zum gleichen Preis besser?
Es kommt darauf an, was Sie bereits besitzen. Wenn Sie EF-Objektive haben und sich mit dem optischen Sucher wohlfühlen, bleibt die 6D eine gültige Option und ist günstiger. Wenn Sie bei null anfangen, ist die RP moderner: Dual Pixel AF, elektronischer Sucher, 485 Gramm, und mit dem EF-Adapter lässt sich weiterhin das gesamte Objektiv-Repertoire der Spiegelreflexkameras montieren. Im Geschäft beginnen die RP heute bei 540 Euro, daher hat sich der Preisunterschied zu einer 6D in sehr gutem Zustand deutlich verringert.
Wie prüfe ich die Auslösezahl einer Canon, bevor ich sie kaufe?
Die Information ist in den EXIF-Metadaten enthalten, aber Canon stellt sie in JPEG-Dateien nicht wie Nikon bereit. Es ist eine spezielle Software erforderlich, wobei das Kameragehäuse per USB angeschlossen wird, oder Online-Dienste, die CR2-Dateien bestimmter Modelle lesen. Bei einer 6D oder 6D Mark II, die von einem Privatverkäufer ohne angegebenen Auslösezähler angeboten wird, fragen Sie vor dem Verhandeln danach: Wenn der Verkäufer den Wert nicht angeben kann, verhandeln Sie den Preis, als hätte das Kameragehäuse 80.000 Auslösungen.
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Artikel von Matteo für das Team ReflexMania. Letzte Aktualisierung: August 2026. Preise und Verfügbarkeit beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung.